Die EEG Umlage

Die EEG Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises

Die Förderung zahlt sich aus. Bereits heute kommt mehr als ein Viertel des deutschen Stroms aus regenerativen Quellen. Tendenz steigend. Und das heißt: Eine klimafreundliche, grüne, sichere Zukunft rückt immer näher!

EEG-Umlage ermöglicht saubere Zukunft

Deutschland hat ehrgeizige Ziele: Bis 2050 soll fast nur noch grüner Strom aus der Steckdose fließen. Mit der Kraft von regenerativen Quellen, insb. Sonne, Wind und Wasser, will die Bundesrepublik die Energieversorgung revolutionieren.

Das ist gut für Mensch und Umwelt, weil dann weniger CO2 ausgestoßen wird. Und es ist notwendig, weil Rohstoffe wie Erdgas und Kohle begrenzt sind.

Natürlich hat der Umstieg auf erneuerbare Energien seinen Preis. Ein Preis, den die Verbraucher mit ihrer Stromrechnung begleichen. In den letzten Jahren ist die EEG-Umlage stark gestiegen: 2016 beträgt sie bereits gut ein Viertel des Strompreises.

Aber wie wird der Umstieg auf die erneuerbaren Energien eigentlich finanziert?

2016 steigt die EEG Umlage um 3% von 6,17 auf 6,35 Cent je Kilowattstunde*

Warum steigt die EEG Umlage?
Jedes Jahr wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. Der Stichtag für diesen Termin ist immer der 15. Oktober. 2016 erhöht sich die Umlage um 0,18 Cent* und beträgt damit ab dem 1. Januar 6,35 Cent pro Kilowattstunde*. Das ist ein Plus von 3% nach einer Reduktion von 1% im vergangenen Jahr.

Die EEG-Umlage ist 2016 mit 6,35 Cent pro Kilowattstunde* rund 32-mal so hoch wie zu ihrer Einführung im Jahr 2000.

Auswertung EEG Umlage

Quelle: BDEW, Stand Oktober 2015

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Jeder kann heute zum Stromerzeuger werden. Wer sich zum Beispiel Solarmodule auf’s Dach setzt, darf seinen Sonnenstrom ins öffentliche Netz leiten. Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhält er eine Vergütung. Deren Höhe hat die Bundesregierung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt.

Das Geld kommt jedoch nicht vom Staat, sondern von den so genannten Übertragungsnetzbetreibern. Sie sind für die überregionalen Stromleitungen verantwortlich. Zugleich haben sie aber auch die Aufgabe, die eingespeiste Solar- oder Windenergie an der Strombörse zu verkaufen.

Allerdings garantiert das EEG den Eigentümern der Erneuerbare-Energien-Anlagen für ihren Grünstrom mehr Geld als die Übertragungsnetzbetreiber an der Strombörse dafür erhalten. Doch wer gleicht diese Differenz aus?

Stromversorger als Vermittler

Für die Differenz zwischen dem Wert des Ökostroms an der Börse und der Einspeisevergütung kommen die Stromverbraucher auf – und zwar unabhängig davon, ob sie von ihrem Versorger Ökostrom beziehen oder nicht: Sie zahlen auf jede Kilowattstunde Strom, die sie verbrauchen, eine Abgabe. Das ist die so genannte EEG-Umlage. Wie hoch die Abgabe ausfällt, wird jährlich von den Übertragungsnetzbetreibern berechnet und von der Bundesnetzagentur überprüft.

Die Stromversorger nehmen in diesem System die Rolle eines Vermittlers ein. Sie erheben die Umlage über die Stromrechnung und leiten sie dann an die Übertragungsnetzbetreiber weiter. Die wiederum zahlen die Umlage – zusammen mit dem Geld, das sie für den grünen Strom an der Börse erlöst haben – als gesetzlich garantierte EEG-Vergütung an die Betreiber der Wind- und Solaranlagen aus. Somit dient die Umlage zu hundert Prozent der Förderung der erneuerbaren Energien.

Die EEG-Umlage auf einen Blick

EEG Umlage Funktiom

1. Die Erzeuger grünen Stroms aus erneuerbaren Energien speisen ihre Energie ins Stromnetz ein und erhalten dafür von den Übertragungsnetzbetreibern die gesetzlich festgelegte EEG-Vergütung.

2. Die Übertragungsnetzbetreiber verkaufen die eingespeiste, grüne Energie an der Strombörse.

3. An der Strombörse erhalten die Übertragungsnetzbetreiber momentan deutlich weniger Geld für den grünen Strom, als sie den Erzeugern des Ökostroms als EEG-Vergütung zahlen müssen.

4. Die Differenz zwischen der EEG-Vergütung und dem niedrigeren Marktwert des Stroms gleichen die Stromkunden aus. Sie zahlen mit ihrer Stromrechnung für jede verbrauchte Kilowattstunde die so genannte EEG-Umlage

5. Die Stromversorger geben die gezahlte EEG-Umlage direkt an die Übertragungsnetzbetreiber weiter.

6. Die Erlöse an der Strombörse plus die EEG-Umlage ergeben die gesetzlich garantierte EEG-Vergütung, die die Erzeuger des grünen Stroms von dem Übertragungsnetzbetreiber erhalten.

*Alle Werte netto.

Die Strompreiszusammensetzung

Wie setzt sich Ihr aktueller Strompres zusammen? Informationen dazu finden Sie hier.

Die Preisblätter der Grundversorger

Eine Übersicht aller Grundversorger Tarife für Berlin und Hamburg finden Sie hier.