Cottbus, 27.09.2007
Vattenfall beendet Baumbesetzung in Lakoma
Polizeieinsatz zur Durchsetzung von Eigentumsansprüchen notwendig
In Zusammenarbeit mit der Polizei beendet Vattenfall nach insgesamt 10 Tagen die Besetzung von Bäumen durch die Gruppe Robin Wood entlang des Hammergrabens. Dies war notwendig geworden, da trotz mehrmaliger eindringlicher Appelle seitens Vattenfall kein Einsehen bei den Besetzern erreicht werden konnte. Zudem konnten die vermehrten Zerstörungen an Eigentum von Vattenfall sowie Partnerunternehmen nicht länger geduldet werden.
Für die Einhaltung des Zeitplans zur Fortführung des Tagebaus Cottbus-Nord ist es notwendig, unverzüglich alle vorbereitenden Arbeiten durchzuführen. Nachdem die Sicherheit wieder hergestellt ist, beginnen jetzt die Baumfällarbeiten sowie auch in diesem Bereich die archäologischen Untersuchungen des Brandenburgischen Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege.
Zeitgleich werden alle gefällten Bäume nochmals auf Spuren von Fledermausquartieren und Eremitenbesatz durch einen Sachverständigen kontrolliert. Bei einem positiven Befund werden geschützte Arten geborgen und umgesetzt. Sämtliche in den Lakomaer Teichen gesammelten Tiere werden in die neuen Lebensräume in die Spreeaue und weitere Ausgleichsgebiete umgesiedelt.
Vattenfall renaturiert als Ausgleich für die Inanspruchnahme der Lakomaer Teiche bis zum Jahr 2011 auf 11 Kilometer Länge und 400 Hektar Fläche die Spreeaue nördlich von Cottbus. Über 52.000 Amphibien, davon 40.000 Rotbauchunken, sind bereits in die neu entstandenen Teiche umgesiedelt worden. Die Bauarbeiten werden ab Herbst weitergeführt.
Informationen im Detail:
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