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Hamburg, 29.06.2007

Ereignisse in Brunsbüttel und Krümmel: Aktueller Stand

Am Donnerstag Nachmittag kam es zu einer ungeplanten Abschaltung der Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel. Im Zuge von Instandhaltungsarbeiten in der E.ON-Schaltanlage am Standort Brunsbüttel kam es kurz nach 13 Uhr zu einer Störung, die zu einem Kurzschluss führte. Wie bei einem derartigen kraftwerknahen Kurzschluss vorgesehen, wurde das Kernkraftwerk vom Netz getrennt. Anschließend wurde der Reaktor abgeschaltet. Die Anlage befindet sich in einem sicheren Zustand. Die Schadensursachenanalyse wird fortgesetzt und die Vorbereitungen für das Wiederanfahren sind im Gange. Zwei Stunden nach dem Ereignis in Brunsbüttel brach um etwa 15 Uhr auf dem Gelände des Kernkraftwerks Krümmel in einem Transformatorgebäude Feuer aus. Nach bisherigen Erkenntnissen war es in dem Transformator zu einem Kurzschluss gekommen. Der dadurch ausgelöste Lichtbogen hat dann das Transformator-Öl entzündet. Mit der eingeleiteten Ursachenklärung soll untersucht werden, wodurch der Kurzschluss entstanden ist. Die Feuerwehr hatte den Brand in Krümmel, der auf das Transformatorgebäude begrenzt war, schnell unter Kontrolle. Zu keinem Zeitpunkt drohte ein Übergreifen der Flammen auf andere Teile der Anlage. Das Transformatorgebäude ist durch das Maschinenhaus vom Reaktorgebäude getrennt, es gibt keine direkte Verbindung. In der Nacht übergaben die örtlichen Feuerwehren der Region die abschließenden Löscharbeiten der Werksfeuerwehr des Kraftwerks. Wegen der hohen Temperaturen an dem durch den Brand erhitzten Transformator ist es bislang nicht möglich, das Gebäude zu betreten und den Schaden vor Ort zu untersuchen. Über die Dauer der Reparaturmaßnahmen können noch keine Angaben gemacht werden. Beide Anlagen waren die ganze Zeit über in einem sicheren Zustand. Die Sicherheitssysteme haben wie vorgesehen funktioniert. Eine erhöhte Ableitung von Radioaktivität ist nicht aufgetreten. Es gab keine Personenschäden.

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