Neue Transformatoren für das Kernkraftwerk Krümmel
Am 04. Juli kam es im Kernkraftwerk Krümmel zu einem Kurzschluss in einem der beiden Maschinentransformatoren (AT02). Vattenfall hat daraufhin die Entscheidung getroffen, neue Maschinentransformatoren einzubauen, bevor das Kraftwerk wieder anfährt.
Für den Einbau dieser neuen Transformatoren ist auch der Bau neuer Trafogebäude notwendig. Außerdem werden die Eigenbedarfstransformatoren sowie mehr als 20 kleinere Trafos durch neue ausgetauscht. Das Investitionsvolumen hierfür beläuft sich auf mehr als 30 Millionen Euro. Die beiden alten Trafos wurden im Oktober abtransportiert, der defekte AT02 ins Herstellerwerk zur Klärung der Kurzschlussursache und der AT01 an seinen Poolplatz am Kernkraftwerk Brunsbüttel. Die alten Trafogebäude wurden abgerissen, für die neuen wurden Bauanträge eingereicht. Die neuen Trafos werden am ersten Quartal angeliefert.
Zertifizierung des Qualitätsmanagements
Anfang November 2009 fand ein 3-tägiges Audit zur Zertifizierung des Qualitätsmanagements und des Standortzwischenlagers nach ISO 9001:2008 des Kernkraftwerks Krümmel statt.
Gegenstand des Audits war die Untersuchung von Managementsystemen, Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozessen, Überprüfung der Normanforderungen und Empfehlungen zur Optimierung. Das Ergenis lautet: Die Anforderungen der Norm werden vollumfänglich erfüllt. Mitte Dezember wurde das Zertifikat übergeben.
Inspektion des Brennstabs zur Ursachenklärung dauert an
Im Juli sind die 840 Brennelemente im Reaktor untersucht worden, um dem Hinweis auf einen defekten Brennstab nachzugehen. Dabei hat sich die Vermutung bestätigt, dass ein Brennelement einen beschädigten Brennstab enthält. Dieses Brennelement ist aus dem Reaktor entfernt worden. Nach einer Abklingzeit wurde eine genaue Inspektion durchgeführt, die an einem Brennstab einen durch einen Fremdkörper verursachten Schaden („Fremdkörper-Fretting“) zeigte.
Der Schaden wurde durch ein Metallteil verursacht, welches ca. 0,5 - 0,8 mm lang ist. Der defekte Brennstab soll demnächst in die "Heißen Zellen" von Studsvik (Schweden) zum Bergen des Fremdkörpers für weitere Untersuchungen gesendet werden. Studsvik bietet Dienstleistungen für internationale kerntechnsiche Einrichtungen an. Zurzeit werden die Antragsunterlagen für den Transport dorthin erstellt. Erste Ergebnisse sollen im Frühjahr 2010 vorliegen. Zur weiteren Steigerung der Kühlmittelreinheit im KKK sind ergänzende Maßnahmen geplant. So sollen beispielsweise neue, zusätzliche Filter ins Speisewassersystem und moderne Filter im Fußbereich der Brennelemente eingesetzt werden. Hierdurch soll das Risiko von "Fretting" minimiert werden.
Weitere Informationen
Video zur Bürgerinformation vom 11.07.2009
Video zur Pressekonferenz vom 09.07.2009 "Zwischenbericht"
Video zur Pressekonferenz vom 05.07.2009
09.07.2009: Informationen zur Klarstellung - Inspektion von Brennelemen (PDF 20 kb)
09.07.2009: Zwischenergebnisse der Untersuchung (PDF 17 kb)
09.07.2009: Zwischenbericht Krümmel (PDF 22 kb)
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