Wind im Tank
Vattenfall nimmt die neue Wasserstoffstation in der Hamburger HafenCity in Betrieb
Der emissionsfreie Nahverkehr in Hamburg erlebt zurzeit einen doppelten Innovations-Schub. Am 17. Februar nimmt die Vattenfall Europe Innovation GmbH eine neue Wasserstoffstation in der HafenCity in Betrieb. Damit schafft Vattenfall ein Stück Zukunft: Ab sofort können hier die neuen Brennstoffzellenbusse der Hamburger Hochbahn und auch Pkw betankt werden. Sie gehören zu einer neuen, wesentlich leistungsfähigeren Generation emissionsfreier Fahrzeuge.
Vattenfall und Hochbahn können bei der Wasserstoff-Mobilität auf langjährige Erfahrungen bauen, denn bereits ab dem Jahr 2003 versorgte die erste Wasserstoffstation in Hummelsbüttel die erste Generation Brennstoffzellenbusse der Hamburger Hochbahn.
Die neue Anlage in der HafenCity gegenüber der beiden „Spiegel“-Gebäude ist wesentlich leistungsstärker als die bisherige Station. Sie kann in der Endausbaustufe täglich bis zu 750 Kilogramm Wasserstoff bereitstellen, genug, um 20 Brennstoffzellen-Hybrid-Busse und darüber hinaus etliche Pkw mit dem umweltfreundlichen Treibstoff zu versorgen.
Die Wasserstoffstation in der HafenCity ist der jüngste Meilenstein des Langzeitprojekts Clean Energy Partnership (CEP), in dessen Rahmen Vattenfall mit weiteren Partnern die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff als Kraftstoff erprobt. Denn: Wasserstoff ist absolut umweltfreundlich, wenn er denn aus erneuerbaren Energien hergestellt wird.
Zum einen stoßen diese Fahrzeuge nichts außer Wasserdampf und Wärme aus. Entsprechend liegen die CO2-Emissionen der neuen Hochbahn-Busse bei dem vor Ort erzeugtem Wasserstoff bei nahezu Null. Zum Vergleich: Mit jedem verbrauchten Liter Diesel werden in der Regel mehr als zwei Kilogramm CO2 freigesetzt. Zum anderen stammt der Strom zur Herstellung des Wasserstoffs in der neuen Station vollständig aus regenerativen Energien, beispielsweise aus Offshore-Windkraftanlagen. Vattenfall ist auf diesem Gebiet weltweit zweitgrößter Betreiber und wird auch in Zukunft den Ausbau von Offshore-Windanlagen massiv vorantreiben.
Die neue Wasserstoffstation dient aber nicht nur der Erzeugung von Wasserstoff und der Betankung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen. Mit ihr soll auch im Alltagsbetrieb erprobt werden, wie erneuerbare Energien künftig noch besser genutzt werden können. Denn Wasserstoff kann als Energiespeicher für überschüssigen Windstrom dienen, wenn dieser in nachfragearmen Zeiten in Wasserstoff umgewandelt wird und anschließend zum Beispiel als Treibstoff Verwendung findet. Damit leistet die neue Wasserstoffstation von Vattenfall einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in der Hansestadt.
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