Vogelschutz bei Vattenfall
Als Folge von Eingriffen wie der Inanspruchnahme von großen Gebieten, dem Neubau oder auch Rückbau von Anlagen werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt.
Diese beinhalten beispielsweise die Herstellung von spezifischen Biotopen oder Anbringung von Nisthilfen. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen führt Vattenfall auch zahlreiche freiwillige Maßnahmen durch. Dazu zählen zum Beispiel die Sichtmarkierungen an Leitungen oder die Unterstützung von lokalen Behörden und Naturschutzverbänden bei der Beringung von Vögeln.
Diese Maßnahmen dienen in erster Linie dem Schutz der Tiere. Häufig ergeben sich dabei auch positive Effekte für die Anlagen von Vattenfall. So können Vögel Metall stark verschmutzen, wodurch es schneller korrodiert. Zudem ermöglichen alternative Nistmöglichkeiten die ganzjährige Besteigung der Strommasten, die sich während der Brutzeiten verbietet.
Nisthilfen

Auf dem Gelände des Kohlekraftwerks Schwarze Pumpe wurde 2003 ein Brutversuch eines Wanderfalken-Paares beobachtet. Es hatte Eier direkt auf ein Metalldach gelegt wodurch die Brut nicht erfolgreich war. Im folgenden Jahr wurde deshalb ein Nistkasten am Kühlturm angebracht. Dieser wurde von den Wanderfalken sofort angenommen.
Sichtmarkierungen

In Berlin-Malchow nisten bereits seit langem Störche. Eines der Nester lag in der Nähe einer 110 kV-Freileitung. Für die Jungstörche bestand Gefahr, bei ihren ersten Flugversuchen in die Leitung zu geraten und sich dabei schwer zu verletzen. Um diese Unfälle zu vermeiden, hat Vattenfall im Mai 2009 vierzig schwarzweiße Sichtmarkierungen montiert, damit die Leitungen für die Vögel besser wahrnehmbar sind.
Ausgleichsmaßnahmen

Im Bereich des Umspannwerks (UW) Hagenwerder befand sich eine Dohlenkolonie, die durch das Bundesnaturschutzgesetz sowie durch die EU-Vogelschutzrichtlinie unter strengem Schutz steht.
Im Zuge des Rückbaus des UW Hagenwerder mussten die Nistkästen abgebaut werden. Als Ersatz wurden in unmittelbarer Umgebung an alten Masten und einigen Birken neue Nistkästen angebracht. So sind 110 neue Nistmöglichkeiten für die Dohlen entstanden.
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