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Tief im Untergrund: Saline Aquifere als Speicher für CO2

Saline Aquifere sind Gesteinsformationen mit einem großen Potential für den weltweiten Klimaschutz.

Der Grund: Es sind tiefliegende unterirdische Sandsteinschichten, die wie ein Schwamm über Poren verfügen. In diesen Poren ist stark mineralhaltiges Wasser (die sog. „Sole“) enthalten. Eine weitere Besonderheit: Viele saline Aquifere sind von kompakten Schichten aus Salz oder Ton umschlossen und so für Gas undurchlässig. Ab einer Tiefe von mindestens 800 Metern kommen Sie deshalb für die dauerhaft sichere Speicherung von CO2 in Frage.
Weltweit existieren viele solcher Gesteinsschichten – saline Aquifere haben damit global ein großes Potential für die CO2-Speicherung

Weltweite Projekte in der Speichererforschung

Die CO2-Speicherung in salinen Aquiferen wird schon seit einigen Jahren in verschiedenen Projekten erprobt: Der norwegische Konzern Statoil Hydro speichert seit 1996 rund eine Million Tonnen CO2 pro Jahr in einem salinen Aquifer nahe dem Sleipner-Erdgasfeld. Das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) verpresst seit dem Sommer 2008 im Rahmen des Forschungsprojektes CO2SINK, an dem auch Vattenfall beteiligt ist, Kohlendioxid in ein salines Aquifer im brandenburgischen Ketzin. Diese und andere Projekte zeigen, dass die unterirdische CO2-Speicherung möglich und sicher ist.

Gefangen unter der Erde – so funktioniert die Speicherung

Die in den Untergrund verpressten CO2-Moleküle bewegen sich nur über einen kurzen Zeitraum frei im salzhaltigen Wasser des Speichergesteins. Nach wenigen Monaten löst sich der Großteil des eingebrachten CO2 im Salzwasser. Im Laufe der Zeit saugen die Gesteinsporen der umliegenden Sedimentschichten dann das CO2-Wassergemisch wie ein Schwamm auf. Innerhalb weniger Jahre geht ein Teil der aufgesogenen Lösung eine feste Bindung mit dem umliegenden Gestein ein - sie mineralisiert und wird so dauerhaft in den Gesteinsschichten des Aquifers gebunden. Diesen Vorgang nennt man „Trapping“.

Hier sehen Sie, wie potentielle Speicher gesucht und erkundet werden:

Die Geoforschungsprojekte Birkholz-Beeskow und Neutrebbin
Zur Animation

 

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Letzte Änderung
08.12.2011
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