Warum das Kraftwerk Moorburg gut für die CO2-Bilanz ist
Moderne Kraftwerke erzeugen Strom und Wärme effizienter als ältere und verursachen weniger Emissionen. Sie sind die Bausteine für den Klimaschutz von morgen, weil sie Altanlagen mit niedrigerem Wirkungsgrad schrittweise vom Markt verdrängen.
Weniger Emissionen pro Kilowattstunde
Wenn das Kraftwerk Moorburg ans Netz geht, wird es, wie der TÜV Rheinland ermittelte, Jahr für Jahr ca. 2,3 Millionen Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre ausstoßen als ein bestehendes Steinkohlekraftwerk mit vergleichbarer Leistung. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 1,2 Millionen Autos.
Im Dauerbetrieb wird der Ausstoß etwa 750 Gramm pro Kilowattstunde betragen. Zum Vergleich: Ältere Steinkohlekraftwerke liegen bei einer CO2-Emission von etwa 950 g/kWh.
Die Leipziger Strombörse „European Energy Exchange"
Ein wichtiger Garant für die Verbesserung der Emissionsbilanz des deutschen Kraftwerksparks ist die 2002 gegründete Leipziger Strombörse „European Energy Exchange" (EEX). Sie ist ein Marktplatz für Energie und energienahe Produkte. An ihr handeln viele deutsche und europäische Energieversorger, aber auch große Stromkunden und Versorgungsunternehmen.
Der Stromhandel erfolgt nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Das Angebot für eine bestimmte Menge an Strom wird bei konventionellen Kraftwerken derzeit fast vollständig durch den Brennstoffpreis und den Wirkungsgrad des Kraftwerks festgelegt. Das heißt, Strom aus Kraftwerken mit günstigen Brennstoffkosten und besten Wirkungsgraden kann zu einem niedrigeren Preis angeboten werden als solcher z. B. aus alten, weniger effizienten Anlagen. Somit verdrängen moderne, wettbewerbsfähigere Anlagen die Altanlagen mit einem höheren CO2-Ausstoß vom Markt.
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