Auf dem Weg zum Energiemix von morgen
In Zukunft will die Vattenfall-Gruppe Strom und Wärme vollständig CO2-neutral produzieren. Wie passt diese Aussage mit dem Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks zusammen?
Vattenfall gehört in Europa zu den größten Erzeugern von Strom aus Windkraft
Um eine hohe Versorgungssicherheit und Energie zu bezahlbaren Preisen gewährleisten zu können, wird die Energiewirtschaft in den nächsten Jahrzehnten noch nicht auf konventionelle Brennstoffe wie Kohle verzichten können.
Warum ist das so? Schließlich wächst der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix der europäischen Versorger kontinuierlich. Auch Vattenfall arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung natürlicher Energiequellen, zum Beispiel durch den Bau von Windparks auf See. Aufgrund des konstanteren und stärkeren Windes ist die Stromgewinnung dort besonders effizient. Das Unternehmen gehört heute in Europa zu den größten Erzeugern von Strom aus Windkraft.
Auch die Energieerzeugung aus der nachwachsenden Energiequelle Biomasse wird deutlich ausgebaut. Schon heute setzt Vattenfall eine Million Tonnen Holz und Abfälle mit hohem biogenen Anteil ein und ist damit Deutschlands größter Biomasseanlagen-Betreiber.
Erneuerbare Energien lösen nur einen Teil des Problems
Bei der Windkraft gibt es naturbedingt starke Schwankungen. Jede Flaute würde gleichzeitig die Stromversorgung gefährden. Auch Biobrennstoffe stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Entscheidend ist es daher, einen tragfähigen Strommix zusammenzustellen, der regenerative Kapazitäten sinnvoll mit konventionellen verbindet.
Kohle hat Zukunft – der Ausstoß von Kohlendioxid nicht
Kohle steht weltweit in großen Mengen zur Verfügung. Für Vattenfall hat Kohle nur dann eine Zukunft als Bestandteil der Energieversorgung, wenn ihre Verstromung klimaschonend und möglichst CO2-arm erfolgen kann. Deshalb treibt das Unternehmen die Entwicklung sogenannter CCS-Verfahren voran. Unter CCS (Carbon Capture and Storage) fasst man Methoden zusammen, durch die das CO2 aus dem Kraftwerksprozess abgeschieden und tief in der Erde gespeichert wird. Sobald die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt sind, erhält auch das Kraftwerk Moorburg eine eigene Anlage zur Abscheidung von CO2.
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