Informationen zum Bauvorhaben
Genehmigung und Kontrolle des Bauvorhabens
Dem Kraftwerksneubau geht ein umfassendes Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren voraus. Vattenfall hat am 1. Februar 2010 beim Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi) den Genehmigungsantrag zur Errichtung und zum Betrieb des neuen Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerks (GuD-Heizkraftwerk) eingereicht. Das Genehmigungsverfahren folgt nun einem festen Ablauf: Das LAGetSi und die zuständigen Fachbehörden prüfen die eingereichten Unterlagen zunächst auf Vollständigkeit. Im Anschluss führen zum einen die Fachbehörden die inhaltliche Prüfung durch, zum anderen werden die Antragsunterlagen öffentlich für einen Monat zur Einsicht ausgelegt. Den Anwohnern und interessierten Bürgern wird so die Möglichkeit gegeben, sich über das Projekt zu informieren und Einwendungen vorzubringen.
Im Rahmen des Verfahrens fand nach der Auslegungs- und Einwendungsfrist am 18.06.2010 ein öffentlicher Erörterungstermin statt. Die Genehmigungsbehörde hat hier die Einwendungen gemeinsam mit dem Antragsteller Vattenfall und denjenigen, die Einwendungen erhoben haben, erörtert. Im Anschluss an diese Erörterungsveranstaltung prüfen nun die Genehmigungs- und Erlaubnisbehörde die Genehmigungsfähigkeit der beantragten Anlage abschließend. Dazu fasst das LAGetSi die eigenen Prüfergebnisse unter Berücksichtigung der Einwendungen und Anträge aus dem Erörterungstermin sowie der Stellungnahmen der Fachbehörden zum Genehmigungsantrag und zu den Einwendungen zusammen. Des Weiteren werden auch die Umweltauswirkungen zusammenfassend dargestellt und abschließend bewertet. Im Falle der Genehmigungsfähigkeit der Anlage werden Bescheide mit entsprechenden Auflagen und Nebenbestimmungen erteilt und die Bescheidung des Vorhabens ausführlich begründet. Die Genehmigung wird schließlich für das vierte Quartal 2010 erwartet.
Vattenfall vermindert Beeinträchtigungen in der Bauphase
Die Errichtung des GuD-Heizkraftwerks wird so optimiert, dass schnelle Bauabläufe realisiert werden können und die Beeinträchtigung durch aufgewirbelten Staub und Lärm so gering wie möglich ausfällt. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens liefert die Umweltverträglichkeitsstudie eines Fachgutachters vorab Luftschadstoffprognosen für die Bau- und Betriebsphase. Um das Verkehrsaufkommen sowie den damit einhergehenden Lärm während der Bauphase so gering wie möglich zu halten, wird die Baustelleneinfahrt zum einen über die Straße Barnackufer, parallel zum Teltowkanal eingerichtet, zum anderen ist der Wasserweg (Teltowkanal) ein Bestandteil der Planung. Nach der Inbetriebnahme des neuen GuD-Heizkraftwerks Lichterfelde wird die Zufahrt wie bisher über den Hauptzugang Ostpreußendamm 61 erfolgen.
Nutzung der entstehenden Freifläche hinter den Kühltürmen
Damit die Versorgung mit Fernwärme im Berliner Süden weiterhin gewährleistet werden kann, wird das bestehende Heizkraftwerk Lichterfelde bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage weiter betrieben. Die Bauflächen für das neue GuD-Heizkraftwerk liegen in den Randbereichen des derzeitigen Kraftwerksgeländes. Nach der Inbetriebnahme des neuen GuD-Heizkraftwerks entsteht durch den Rückbau der alten Anlage eine Freifläche, über deren Nutzung bisher noch nicht entschieden wurde.
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