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Der Boden – Grundlage für neues nutzbares Land

Im Gegensatz zu dem natürlich „gewachsenen“ Boden zeichnet sich ein Kippenrohboden durch spezifische bodenphysikalische und chemische Eigenschaften aus. Diese behindern das Wachstum von Pflanzen. Um diese Bodeneigenschaften zu verbessern, wird die oberste, pflanzenfreundliche Erdschicht aus dem Tagebauvorfeld auch im Rekultierungsbereich als oberste Bodenschicht aufgetragen und durch Melioration weiter verbessert. Will man das Kippenland nachhaltig rekultivieren, erfordert jede Folgenutzung eine eigene Bearbeitung und Bodenvorbereitung.

Neues Land für Lausitzer Bauern

Die Übergabe von rekultivierten Kippenflächen an landwirtschaftliche Betriebe erfolgt auf der Grundlage vereinbarter Absichtserklärungen. Landwirte, die vom Flächenentzug durch den Bergbau betroffen sind, können vorrangig Flächen kaufen bzw. befristet pachten. Der Bauernverband wird in jedem Fall einbezogen. Ziel der landwirtschaftlichen Rekultivierung ist es, Bodenbildungsprozesse zu fördern und damit nachhaltig leistungsfähige Produktionsflächen zu schaffen.

Pflanzplatten gegen Bodenerosion

Eine Prognose der UN-Weltorganisation macht auf die weltweite Zunahme von Bodenerosion aufmerksam. Dieses Problem ist den Rekultivierungsfachleuten der Lausitz nicht unbekannt. Mit einer Entwicklung des IGV Institut für Getreideverarbeitung Potsdam-Rehbrücke hat man hierzulande positive Erfahrungen gesammelt: ROFA, die Roggenfasermatte, bietet gute Keimbedingungen für die Erstansaat in Extremstandorten. Die Matte verhindert Bodenerosion und speichert für das Pflanzenwachstum wichtiges Oberflächenwasser.

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Letzte Änderung
07.02.2012
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