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Kernkraft konzernweit

Unser Ansatz: Vattenfall intensiviert seine Anstrengungen, einwandfreie Sicherheit und optimale Verfügbarkeit zu erreichen, und wird die Option für Wachstum im Bereich der Kernenergie offen halten.

Eine stabile Basis für die Stromproduktion

Seit die ersten beiden Reaktoren von Vattenfall, Ringhals 1 und 2 im Südwesten Schwedens, Mitte der 1970er Jahre ans Netz gingen, stellt die Kernkraft im Energiemix von Vattenfall ein Schlüsselelement dar.  

Vattenfall betreibt sieben Kernreaktoren in Schweden: vier in Ringhals und drei am Standort Forsmark. Hinzu kommen zwei Kernkraftwerke in Deutschland: Brunsbüttel und Krümmel. Vattenfall besitzt außerdem einen Minderheitsanteil am deutschen Kernkraftwerk Brokdorf. Der Anteil der Kernkraft an der gesamten Stromerzeugung von Vattenfall macht derzeit 26 Prozent aus.  

An der gesamten Stromerzeugung der EU hat die Kernkraft einen Anteil von rund einem Viertel. Damit ist der Anteil heute etwas geringer als im Jahre 1990, als er bei rund 30 Prozent lag. Momentan sind in Europa 163 Kernreaktoren in Betrieb und vier weitere in Bau (ohne Russland und Türkei).  

In einem Kernkraftwerk wird Strom aus der Energie erzeugt, die bei der Spaltung eines Atomkerns entsteht. Dieses Verfahren wird Kernspaltung genannt. Bei der Kernspaltung entsteht Wärme, die zum Erhitzen von Wasser genutzt wird. Der hierbei entstehende Wasserdampf treibt eine Turbine an, deren Drehungbewegung an den Generator weiter gegeben wird, der dadurch Strom erzeugt.  

Kernkraft stellt ein stabiles Verfahren zur großtechnischen Grundlastsicherung im Energiesystem dar. Sie bildet eine stabile Basis für die Stromversorgung, erfordert jedoch wegen geplanter und ungeplanter Abschaltungen eine Ersatz-Versorgung.  

In der Kernkraft sind die Produktionskosten wettbewerbsfähig, die Brennstoffversorgung ist stabil, und die Stromproduktion ist relativ wenig anfällig für Schwankungen bei den Brennstoffpreisen. Den Großteil der Kosten über die gesamte Nutzungsdauer von Kernkraftwerken machen stattdessen umfangreiche Investitionen aus.  

Kernenergie verursacht nur sehr geringe Kohlendioxid-(CO2-)Emissionen. Dafür entstehen während des gesamten Lebenszyklus eines Kernkraftwerkes – vom Uranabbau bis zum Abriss der Reaktoren – radioaktive Abfälle. Verbrauchter Kernbrennstoff, der hoch radioaktiv ist und 95 Prozent der Strahlung ausmacht, muss mindestens einhunderttausend Jahre lang isoliert werden – in einigen Fällen auch länger.  

Sicherheitsaspekte haben bei der Entwicklung der Kernenergie immer schon eine wichtige Rolle gespielt. Die heute installierten Sicherheitssysteme sind das Ergebnis langjähriger intensiver Forschung. Es wurden robustere und haltbarere Materialien zur Einkapselung der Reaktoren entwickelt, während Materialien zur Steuerung des Kernspaltungsprozesses kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt werden.  

Vattenfall betrachtet die Kernenergie als wichtigen Teil im Energiemix der Zukunft und plant, den Anteil der Kernenergie an seinem Energieportfolio schrittweise zu erhöhen. Bei den Bemühungen von Vattenfall, eine klimaneutrale Energieproduktion zu sichern und die EU-Klimaziele für 2020 zu erreichen, kommt der Kernkraft eine Schlüsselrolle zu.

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Letzte Änderung
21.02.2012
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