Aus Schwefeldioxid wird Gips
Kohle enthält Schwefel, der sich bei der Verbrennung zu Schwefeldioxid wandelt. Dieses Gas reagiert in der Umwelt mit Wasser zu Säuren, was zu so genanntem „sauren Regen“ führen kann. Deswegen wird es in den Kraftwerken durch Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) weitgehend zurückgehalten. Dabei wird das Schwefeldioxid durch den Einsatz von gemahlenem Kalkstein, Branntkalk oder Kreide sowie Wasser chemisch gebunden. In nachgeschalteten Verfahrensstufen wird daraus der hochwertige Rohstoff REA-Gips produziert.
REA-Gips aus Kohlekraftwerken ist dem Naturgips ebenbürtig und wird nunmehr seit Jahren erfolgreich zur Produktion von verschiedenen Gipsprodukten verwendet.
Durch den Einsatz von REA-Gips in neuen Produktionsanlagen der Baustoffindustrie und die Umstellung bestehender Anlagen von Naturgips auf REA-Gips werden die natürlichen Rohstoffressourcen über Generationen hinaus geschont und ergänzt.
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