Steinkohle
Steinkohle besteht wie Braunkohle aus verkohlter Biomasse, also materialisierter Sonnenenergie. Sie ist aber älter und energiereicher. Fast die Hälfte des deutschen Strombedarfs wird aus diesen beiden Kohlearten erzeugt. Dabei liegt der Anteil der Steinkohle bei rund 21 Prozent (Braunkohle bei 24,5 Prozent).
Die Steinkohle ist ein bedeutender Energieträger: Sie steht in ausreichender Menge zu stabilen Preisen zur Verfügung. Dies resultiert daher, dass nur so viel Steinkohle gefördert wie benötigt wird. Somit ist Kohle kein Spekulationsprodukt und der Preis bleibt konstant. Bei gleichbleibender Fördermenge ist der Energieträger noch für rund 150 Jahre verfügbar. Zudem ist die Importabhängigkeit gegenüber Öl und Gas deutlich geringer, da Steinkohle auf fast allen Kontinenten der Welt vorhanden ist.
Entstehung von Steinkohle
Steinkohle ist ein fossiler Energieträger, der im Zeitalter des Karbon (vor etwa 280 bis 345 Millionen Jahren) aus Pflanzenresten entstand. Schichten dieser abgestorbenen Biomasse wurden regelmäßig durch neue Sedimentschichten wie z. B. Tone und Sande abgedeckt. Durch ständig neue Ablagerungen sank die Biomasse über Jahrmillionen immer tiefer ab und wurde dabei unter Luftabschluss, hohem Druck und hohen Temperaturen verdichtet und umgewandelt. Die wirtschaftliche Qualität der Kohle ist daher umso besser, je tiefer sie im Boden liegt und je älter, verdichteter und damit energiereicher sie ist.
Durch den Ablagerungsprozess entstanden einzelne Kohleflöze. Die darin enthaltene Steinkohle besteht zu mehr als 50 Prozent ihres Gewichtes und mehr als 70 Volumenprozent aus Kohlenstoff. Sie enthält zudem Wasser (durch den hohen erfahrenen Druck weniger als Braunkohle) und unbrennbare Einschlüsse, die bei der Verbrennung in Form von Asche übrigbleiben.
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