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Erdgas

Erdgas gehört wie Kohle zu den fossilen Brennstoffen und ist ein unterirdisch lagerndes, brennbares Naturgas. Es deckt rund zehn Prozent des deutschen Strombedarfs.

Bei Erdgas handelt es sich um ein Gemisch in – je nach Fundstätte – schwankender, chemischer Zusammensetzung. Es enthält jedoch immer Methan als Hauptbestandteil sowie meistens Kohlenwasserstoffe (wie z. B. Ethan, Propan oder Butan) in unterschiedlicher Menge. Es ist ein ungiftiges, brennbares, farb- sowie in aller Regel auch geruchloses Gas mit einer Zündtemperatur von rund 600 Grad Celsius. Es ist leichter als Luft.

In Gasturbinen wird – anders als in Dampfkraftwerken – die Energie der Verbrennungsabgase von Gas (oder, oft als zusätzlicher Brennstoff, leichtes Heizöl) zum Antrieb der Turbinen genutzt. Sie funktionieren wie Triebwerke moderner „Düsen-Jets“. Anstelle des bei Flugzeugen erwünschten Schubs erzeugen Gasturbinen-Generatoren jedoch elektrische Energie.

Wird mit der Energie des Abgases noch zusätzlich Dampf in Kesselanlagen erzeugt, werden diese Anlagen Gas-und-Dampf-Anlagen (GuD-Anlagen) genannt.

Entstehung von Erdgas

Erdgas bildet sich wie Kohle unter Luftabschluss, erhöhter Temperatur und hohem Druck aus abgestorbenen und abgesunkenen kleinsten Meereslebewesen wie Algen oder Plankton. Größere Erdgasmengen entstanden aber auch in Folge einer bakteriellen Zersetzung organischer Stoffe. Die Entstehung der größten Menge des heute genutzten Erdgases fand im Zeitraum von etwa 600 bis 15 Millionen Jahren statt.

Vor- und Nachteile von Erdgas

Da Erdgas relativ kohlenstoffarm, aber wasserstoffreich ist, wird bei seiner Verbrennung deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) als etwa bei Kohle freigesetzt. So entstehen beim Einsatz von Braunkohle bezogen auf Brennstoffwärme 407 Gramm CO2/kWh, bei Steinkohleeinsatz 342 Gramm CO2/kWh, bei Erdgas aber nur 202 Gramm CO2/kWh (Quelle: Bundesumweltamt).

Der Bezug von Erdgas ist aufgrund dessen örtlich beschränkter Vorkommen mit einer höheren Importabhängigkeit verbunden als die weltweit geförderte Kohle. Erdgas ist zudem vergleichsweise teuer. Aufgrund gewonnener Erfahrung und langfristiger Lieferverträge ist Vattenfall jedoch heute in der Lage, Gas zu günstigen Großhandelspreisen einzukaufen und eine sichere Versorgung zu stabilen Verbraucherpreisen zu gewährleisten.

Im Kraftwerksbereich wird es vorrangig in Gasturbinen eingesetzt, die überwiegend der Erzeugung von Strom zu Spitzenlastzeiten dienen.

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Letzte Änderung
21.02.2012
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