Von der Lausitz in die Altmark
CO2 hat auch gute Seiten – es kann zum Beispiel für die Erdgasförderung eingesetzt werden.
Das sog. „EGR“ (Enhanced Gas Recovery) ist ein Verfahren zur Erhöhung der Erdgasförderung aus bestehenden Lagerstätten. Kohlendioxid wird dabei als Förderhilfsmittel genutzt und über vorhandene Tiefen-Bohrungen in erdgasführende Sandsteinschichten eingebracht. Es erhöht den Druck in der Lagerstätte, so dass Restmengen des Erdgases in Richtung der Förderbohrungen verdrängt werden.
Das CO2 bleibt durch die unterirdischen Druck- und Temperaturverhältnisse sicher in den Gesteinsporen eingeschlossen.
Zusätzlich stellen undurchlässige Ton- und Gesteinsschichten über dem Speichergestein sicher, dass das eingelagerte CO2 nicht an die Erdoberfläche entweichen kann.
Das EGR-Pilotprojekt Altmark in Kooperation mit GDF SUEZ
In der Altmark in Sachsen-Anhalt ist ein Pilotprojekt zur Erhöhung der Erdgasförderung durch CO2 geplant: Gaz de France Suez und Vattenfall wollen gemeinsam ein Teilstück des Erdgasfeldes „Altmark“ nutzen, um hier das EGR-Verfahren zu erproben. 100.000 Tonnen CO2 könnten in den Untergrund eingebracht werden, um den verbliebenen Rest Erdgas aus der Lagerstätte zu verdrängen. Außerdem kann im Rahmen dieses Pilotprojektes auch untersucht werden, ob das Erdgasfeld sich für die Speicherung von CO2 grundsätzlich eignet. Aus genehmigungsrechtlichen Gründen wird die Realisierung des Projektes in der Altmark derzeit nicht vorangetrieben.
Die Animation zeigt das EGR-Verfahren:

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