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Durchbeißen: Jeder(mann) auf seine Art!  

Die 16. Vattenfall Cyclassics begeistern Teilnehmer und Zuschauer  

Seit dem 21. August 2011 ist es amtlich: Der Wettergott hat ein Herz für Radsportler! Am frühen Morgen des Cyclassics-Sonntags lässt er für die knapp 20.000 Jedermann-Starter den Himmel in wolkenlosem Azurblau erstrahlen. Sie haben es verdient – mussten die Hobbyradler sich im bisherigen „Sommer“ doch durch manch nasse Trainingseinheit quälen. Das alles, um topfit in der Startzone zu stehen und auf den 55, 100 oder 155 Kilometern eine gute Performance abzuliefern.

Hollandräder und Hilfsmotoren

Ganz gleich, ob sie zum ersten oder schon zum 16. Mal an den Start gehen – für die Jedermänner sind die Vattenfall Cyclassics als größtes Radrennen dieser Art in Europa immer ein Highlight. Die über 600 Mitglieder des Vattenfall-Teams, der traditionell teilnehmerstärksten Firmenmannschaft, fiebern dem Rennen genauso entgegen wie die zahlreichen Promis im Feld. Ein Rundgang durch die Startblöcke fördert so einige Kuriositäten zutage. Da werden Energieriegel mundgerecht direkt auf die Querstange geklebt, jahrzehntealte Stahlrenner und Hollandräder mit 3-Gang-Schaltung liebevoll zum Startpunkt geschoben und Sitzprobe auf dem Tandem gemacht. Unter Rennbedingungen zu zweit auf einem Rad – auf dieses Abenteuer lassen sich Moderator Lou Richter und FC St. Pauli-Geschäftsführer Helmut Schulte bereits zum dritten Mal ein. Auf Unterstützung der besonderen Art setzt der ehemalige Band-Leader von Harald Schmidt: Helmut Zerlett haut diesmal nicht in die Keyboardtasten, sondern in die Pedalen eines E-Bikes. Dank Sondergenehmigung darf er bei seiner Cyclassics-Premiere mit einem Hilfsmotor starten – anders wäre er im Duell mit Erik Zabel wohl auch chancenlos. In erster Linie geht es aber um den Spaß und der ist Zerlett ins Gesicht geschrieben: „Ich komme wieder!“, kündigt er strahlend an.  

Hamburgs schönste Massenbewegung

8.05 Uhr. Die letzten zehn Sekunden des Countdowns werden von der Masse gemeinsam heruntergezählt. Und dann setzt sie sich wieder in Bewegung, die schönste Karawane Hamburgs. Mehr als eine Stunde nach dem ersten Starter rollen noch immer Räder über die Startlinie. Hier zeigt sich die Dimension dieser Veranstaltung – und was es bedeutet, knapp 20.000 Menschen auf die Strecke zu bringen. Apropos Strecke. Die verläuft für die Teilnehmer der 100- und 155-Kilometer-Distanz erstmals anders herum. So wird die berühmt-berüchtigte Köhlbrandbrücke vom Wadenbeißer am Ende zum frühen Highlight des Rennens. Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder, zum 15. Mal dabei, gefällt diese Änderung. „Da trennt sich gleich die Spreu vom Weizen.“ Damit er auch ganz sicher zum Weizen gehört, hat er sich im Vorfeld in den Pyrenäen vorbereitet. „Doch die waren nichts im Vergleich zu der herrlichen Höhenluft auf der Köhlbrandbrücke“, erzählt er augenzwinkernd. Trotz neuer Streckenführung bleibt das Wichtigste beim Alten: das Glücksgefühl nach überquerter Ziellinie. Teilnehmer mit Dauergrinsen, zufriedene Zuschauer entlang der gesamten Strecke und ein Petrus, der freundlicherweise den Regen bis nach dem Profi-Rennen zurückgehalten hat – das sind die bleibenden Impressionen der 16. Vattenfall Cyclassics.

Start der Jedermänner

 Strecke

Strecke

  

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Letzte Änderung
07.05.2012
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