Die Kraftwerkstechnik
Das EBS-HKW Rostock dient der Produktion von elektrischer Energie auf der Basis von Ersatzbrennstoffen aus Abfallbehandlungsanlagen und Gewerbeabfällen nach dem besten verfügbaren Stand der Technik.
Die Anlage verfügt über folgende Leistungskenndaten:
- Feuerung: Rost
- Brennstoff: EBS
- Brennstoffdurchsatz: (Mittelwert) 170.000 t/a
- Brennstoffdurchsatz: (max.) 230.000 t/a
- Heizwert: 11.000-18.000, i.M. 14.500 kJ/kg
- Feuerungswärmeleistung: 87 MW
- Frischdampfmassenstrom: 100 t/h (42 bar/ 405°C)
- elektrische Leistungsabgabe: 20 MWel
- mögliche Wärmeabgabe: 25 MWth
Erzeugung elektrischer Energie aus Ersatzbrennstoffe
Die zur Entsorgung angelieferten Ersatzbrennstoffe und Gewerbeabfälle werden in einem Bunker zwischengelagert, anschließend über eine Krananlage der Feuerung des Dampferzeugers zugeführt und dort verbrannt. Der im Dampferzeuger produzierte Dampf wird auf einen Turbogenerator geführt und dort in elektrischen Strom umgewandelt. Nach erfolgter Expansion wird der Dampf in dem nachgeschalteten Luftkondensator weiter abgekühlt und so wieder zu Wasser kondensiert. Das Wasser wird über den geschlossenen Wasser-Dampf-Kreislauf zum Dampferzeuger zurückgeführt.
Rauchgasreinigung
Das Abgas aus der Verbrennung, auch Rauchgas genannt, wird in einer mehrstufigen Rauchgasreinigungsanlage von seinen Schadstoffen befreit. Bereits im Verbrennungsraum (Kesselraum) werden die Rauchgase von Stickoxiden durch ein sogenanntes SNCR-Verfahren befreit, indem die Umwandlung zu natürlichem Stickstoff erfolgt. Durch die Eindüsung von Kalkmilch und Wasser in den Sprühabsorber werden die sauren Abgasinhaltsstoffe SOx, HCl sowie HF abgeschieden und die Abgastemperatur gesenkt. Um die Abscheidung dieser Schadgase zu unterstützen, kann vor dem Sprühabsorber Kalkhydrat eingedüst werden.
Zur Adsorption von Dioxinen und Furanen, Schwermetallen und anderen Schadstoffen wird Herdofenkoks in den Abgaskanal nach dem Sprühabsorber eingedüst, an dem die Schadstoffe gebunden werden. Im nachfolgenden Gewebefilter werden die Reststoffe im Abgas (Stäube, Reaktionsprodukte aus dem Sprühabsorber, Herdofenkoks und Kalkhydrat) abgeschieden. Das gereinigte Rauchgas wird durch einen Kamin in die Atmosphäre abgeleitet. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Emissionsbegrenzungen der 17. BImSchV wird dabei durch kontinuierlich und diskontinuierlich arbeitende Emissionsmessgeräte ständig überwacht.
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